Das Legen (Pointer)
Es gibt drei Grundformen des Legens:
- Das Rollen (fr:rouler). Dabei wird die Kugel (fast) über die gesamte Strecke vom Abwurfkreise zum gewünschten Ziel gerollt.
- Das Demi-Portée (fr.; demi=halb, portèe=Wurf). Dabei wird die Kugeln halbhoch geworfen, die Distanz zum Ziel ist variabel.
- Das Portée, dabei wird die Kugel sowohl hoch als weit geworfen. Sie soll nachdem Auftreffen auf dem Boden nicht mehr weit rollen. Ideal ist ein Plomber, das heißt die Kugel bleibt am Aufschlagpunkt liegen.
Das anvisierte Ziel ist oft nicht direkt an der Zielkugel. Auch hier kommt es auf die Fähigkeiten des Gegners an. Rollt dieser vorwiegend, ist ein Kugel vor dem Bild (die Lage der bisher gespielten Kugeln und der Zielkugel) sinnvoll. Eine Devant-Kugel ist in den meisten Fällen sprichwörtlich Gold wert. Ein französischer Reim (boule devant, boule d¹argent; etwa zu übersetzen mit: Eine Kugel vorn, ist eine goldene Kugel) wird oft als Erfahrungsregel zitiert. Bei gegnerischen Portée-Spielern ist es sinnvoll, die Kugel in das Donnée der Gegner zu legen.
Hat der gegnerische Tireur eine hohe Quote an Carreaus, macht es wenig Sinn die Kugel direkt an der Zielkugel zu platzieren, da die Wahrscheinlichkeit hoch ist, das die Kugel des Legers direkt am Platz der eigenen Kugel oder in unmittelbarer Nähe liegen bleibt. Es sei denn, der eigene Schießer hate eine gleich hohe Quote.
Oft macht es im Spielverlauf Sinn die eigene Kugel „auf Konter“ zu legen. Optimal ist eine Lage direkt an der besten gegnerischen Kugel.